Geodaten im Dienst der Sicherheit - Polizei nutzt Geodaten der VermKV beim Tag der Deutschen Einheit

Das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation (LVermGeo) hat der rheinland-pfälzischen Polizei umfangreiche Geodaten für den Tag der Deutschen Einheit in Mainz bereitgestellt.

Bei einer Großveranstaltung ist Sicherheit das oberste Gebot zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Innenstädte werden abgesperrt, Flucht- und Rettungswege eingerichtet, der Luftverkehr eingeschränkt und überwacht – Maßnahmen, hinter denen ein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept steckt.

Basis für ein Sicherheitskonzept sind u.a. auch hochwertige und aktuelle Geodaten, die beim Planen, Handeln und Entscheiden eine wichtige Rolle spielen. Mit Geodaten lassen sich Ereignisse in einem Geoinformationssystem miteinander verknüpfen und komplexe Zusammenhänge räumlich und zeitlich strukturieren und gut verständlich darstellen.

Für Rheinland-Pfalz ist das LVermGeo der Lieferant von amtlichen Geodaten. So stellte das LVermGeo der Polizei zusätzlich zu den vertraglich vereinbarten regelmäßigen Lieferungen von Daten der Digitalen Landschafts- und Geländemodelle, topographischen Karten, Luftbildern und Hauskoordinaten kurzfristig zum Tag der Deutschen Einheit aktuelle und detaillierte Daten der topographischen Karten 1:25 000, 1:50 000 und 1:100 000 und des Internetkartendienstes WebAtlasDE zur Verfügung. Dabei lieferte das LVermGeo nicht nur Inhalte aus Rheinland-Pfalz sondern darüber hinaus auch Daten in einen Saum von 50 km rund um Rheinland-Pfalz - also aus den Nachbarbundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland sowie aus den Nachbarstaaten Belgien, Frankreich und Luxemburg.

Damit die einzelnen Datenbestände effizient genutzt werden konnten, mussten die unterschiedlichen Datenstrukturen der Nachbardaten in eine gemeinsame einheitliche Struktur überführt werden. Dafür wurden Sie umgeformt, transformiert und harmonisiert.

Neben dem Abruf, der Aufbereitung und der Übermittlung der Daten hat das LVermGeo auch die unterschiedlichen Nutzungsbestimmungen der Länder und Staaten miteinander abgestimmt.

Im Resultat standen der Polizei Geodaten für eine Fläche von über 50 000 km² zur Verfügung, also zweieinhalbmal so groß wie Rheinland-Pfalz selbst.

Auch bundesweit vorliegende Daten des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie wurden lizenziert und bereitgestellt.

In dieser Hinsicht war ein wesentlicher Erfolgsfaktor die enge und kooperative Zusammenarbeit zwischen den Polizeidienststellen, dem Landesbetrieb Daten und Information sowie dem LVermGeo.

Diese Zusammenarbeit ist mit dem Tag der Deutschen Einheit nicht beendet. "Die Gewährleistung von Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger verlangt ein effizientes behördliches Handeln. Behörden müssen hierfür Geodaten bestmöglich nutzen können. In diesem Sinne werden wir unsere Zusammenarbeit weiter verstärken und optimieren.", so Präsident Otmar Didinger in einem ersten Fazit nach der Veranstaltung.