Neue IT in der VermKV

Amtliche Liegenschaften in landesweiter Datenbank – Serverfarm bündelt IT-Infrastruktur für das Liegenschaftskataster

Die Vermessungs- und Katasterverwaltung (VermKV) Rheinland-Pfalz stellt in den kommenden Wochen ihre IT-Systeme zur Führung und Bereitstellung der Geobasisinformationen des Liegenschaftskatasters um.

Dafür werden 19 separate Serversysteme (ALKIS-Boxen) zu einer leistungsstarken Serverfarm zusammengeführt.

Die Führung und Bereitstellung der Geobasisinformationen des Liegenschaftskatasters stellen hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der IT-Systeme. Die vollständige digitale Bearbeitung der Geobasisdaten und deren weitgehende Integration in die Fachinformationssysteme externer Verwender ist ohne den Einsatz von Hochleistungsservern und passgenauer IT-Systeme undenkbar. Die VermKV Rheinland-Pfalz stellt sich dieser Herausforderung und passt ihre IT-Systeme kontinuierlich an den jeweiligen Stand von Wissenschaft und Technik sowie an bundeseinheitliche Strukturen.

Seit 2010 werden die Geobasisinformationen des Liegenschaftskatasters im Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) auf 19 separaten Serversystemen (ALKIS-Boxen) geführt. Auch nach der 2012 durchgeführten Organisationsreform der VermKV und der damit verbundenen Reduzierung der Anzahl der Vermessungs- und Katasterämter von neunzehn auf sechs Dienststellen wurden datentechnisch zunächst weiterhin 19 separate Serversysteme betrieben.

Die technologische Fortentwicklungen aus den zurückliegenden Jahren erlaubt nun eine Zusammenführung der separaten ALKIS-Boxen in eine einzige ALKIS-Serverfarm. Diese wird beim Landesbetrieb Daten und Information (LDI) systemtechnisch auf mehreren Serversystemen betrieben, welche mit insgesamt 90 Kernen, drei Datenbankrechnern mit rund 3 Terrabyte Arbeitsspeicher und drei Applikationsserver mit je 256 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sind. Die Serverfarm verbessert die Nutzung der IT-Systemressourcen und erhöht die Verfügbarkeit, Leistung und Sicherheit der Anwendungen. Zudem bietet sie einen extrem hohen Datendurchsatz und ermöglicht den gleichzeitigen Zugriff vieler Nutzer. Zur Zeit sind dies rund 1.000 VermKV-interne und 6.000 registrierte externe Nutzer.

Mit der neuen ALKIS-Serverfarm erfolgen die Führung und Übermittlung der Geobasisinformation performant, landesweit und qualitätsgesichert aus einer Datenbank heraus. Redundanzen und organisatorische sowie systemtechnische Abhängigkeiten werden signifikant reduziert. Durch die Abschaltung der bisherigen 19 Systeme wird Energie eingespart sowie administrative Arbeiten im technischen wie fachlichen Umfeld reduziert. Die Einführung der ALKIS-Serverfarm ist damit ein wichtiger Meilenstein der Informationstechnologie in der VermKV Rheinland-Pfalz.

Insbesondere für Nutzer des Online-Auskunftssystems ATK (Ausgabe- und Transferkomponente) werden sich durch die ALKIS-Serverfarm deutliche Vereinfachungen in der Bedienung ergeben.

Um das Ausfallrisiko der Systeme in der Umstellungsphase zu minimieren, wird die Umstellung in mehreren Schritten vorgenommen:

Ab dem 18. Dezember 2017 wird im Rahmen der Umstellungsarbeiten allen Nutzern zusätzlich zu den bisherigen Boxen als weitere Auswahlmöglichkeit die Serverfarm angeboten. Da die Daten dort noch nicht tagesaktuell bereitgestellt werden, ist dieser Zugang zunächst nicht für die Erzeugung von Auszügen aus dem Liegenschaftskataster zu verwenden.

Ab dem 15. Januar 2018 steht die Serverfarm mit tagesaktuellen Daten für den Abruf amtlicher Informationen und Auszüge zur Verfügung.

Ab dem 29. Januar 2018 erfolgt die Belieferung der ALKIS-Vertragskunden im NBA-Verfahren aus der Serverfarm.

Ab März 2018 ist die Umstellung abgeschlossen.
Aktuelle Informationen zum jeweiligen Stand der Umstellungsarbeiten finden sich auf der Anmeldeseite des Geodatenservers und auf den Internetseiten der VermKV.